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Letztes Site-Update: 24. Februar 2018

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Große Havarie
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„Havarie-Grosse“ – ein unbekanntes Risiko!

Wenn Sie als Camper auch Schiffspassagen und Fährüberfahrten nutzen (egal ob auf See oder auch auf Binnengewässern), sollten Sie sich mit dem Thema “Große Havarie” beschäftigen. Dies gilt sinngemäß für alle (privaten und gewerblichen) Waren und Güter, die auf dem Seeweg transportiert werden.

Trotz technischen Fortschritts birgt die Seefahrt noch immer erhebliche Risiken in sich. Die Schäden für Schiff und Ladung belaufen sich dabei oft auf mehrere hundert Millionen EURO. Eine Versicherung der Güter bei Seetransport ist daher essentiell, da ein Verlust bzw. der Beitrag zur Havarie-Grosse eine existenzbedrohende Gefahr für Unternehmen wie Privatpersonen ebenso darstellen kann.

Fähre-2Große Havarie“ – was ist das?

Ein in Seenot geratenes Schiff kann durch überlegtes Handeln des Kapitäns gerettet werden. Nach geltendem See- und Handels-Recht darf der Schiffskapitän bei drohender Gefahr Maßnahmen ergreifen, um Schiff und Ladung aus Gefahr zu retten. Man spricht in diesem Zusammenhang von großer Havarie oder „Havarie grosse“. Definiert wird diese, wenn aufgrund der außergewöhnlichen Umstände bewusst Schäden bzw. Kosten in Kauf genommen werden, um Schiff und Ladung aus einer gemeinsamen Gefahr zu retten.

Das Besondere an der großen Haverei ist, dass die entstandenen Schäden nicht dem jeweils betroffenen Eigentümer von Schiff und Ladung angelastet werden (also z.B. dem, dessen Fahrzeug über Bord geworfen wurde), sondern allen am Seetransport beteiligten Parteien (gemeinsam und verteilt nach dem Verhältnis der Werte zueinander). Sie alle haften also für die Kosten im Verhältnis zu den geretteten Waren. Auf die Ladungseigentümer können so hohe Ansprüche zukommen, auch dann, wenn die eigene Ware unbeschadet am Zielort angekommen ist oder am Nothafen gelöscht wurde. Die Unversehrtheit - so die dahinter stehende Überlegung - konnte in diesen Fällen nur Container-1durch die Opferung von Waren anderer Beteiligter erreicht werden.

Beispiele

  • Die Besatzung lässt gezielt Container über Bord gehen, um das Schiff in einem Sturm vor dem Kentern zu bewahren,
  • Ein Schiff wird vorsätzlich auf Grund gesetzt, um einen Totalverlust zu verhindern. Ein Teil der Ladung wird zwar gerettet, am Schiff jedoch entsteht technischer Totalschaden.
  • Im Maschinenraum bricht ein Feuer aus, das nur durch gezieltes Fluten des Schiffes mit Wasser unter Kontrolle gebracht werden kann.
  • Auf einer Fähre lösen sich in schwerem Sturm unter Deck Ladungsteile und Fahrzeuge und drohen die Schiffswand zu beschädigen. Der Kapitän ordnet das Öffnen der Landungsklappen an, um Fahrzeuge über Bord gehen zu lassen.
  • Ein havariertes Schiff muss in einen Nothafen geschleppt werden, um die gerettete Rest-Ladung zu löschen. Die abschleppende Reederei hat ein Pfandrecht an der geretteten Fracht und fordert den “Freikauf” der Güter.

Haftet nicht der Schiffseigner?Autofähre-1

Schäden durch eine „Havarie grosse“ sind meist nicht über die Kfz.-Versicherung abgedeckt. Es ist auch ein Irrglaube, diese Schäden seien vom Schiffseigner oder der Reederei in voller Höhe zu tragen. Gemäß § 660 HGB haftet der Verfrachter für Schäden durch Verlust oder Beschädigung von Gütern nur, sofern ihn ein Verschulden trifft.

Betroffen sind Sie immer - gleich, ob Sie direkt Geschädigter sind oder vom Schaden verschont wurden:

 

Wenn Sie selbst Geschädigter sind:

  • Sie haben zwar einen Erstattungsanspruch gegen den Schiffseigner/Reeder, diese Ansprüche sind nach geltendem Recht jedoch sehr gering und decken meist nicht ansatzweise Ihren Verlust. Die Haftungshöhe errechnet sich nach Gewicht und nicht nach dem Wert des Gutes.
  • Ihre Ansprüche müssen Sie beim Reeder und somit im Regelfall im Ausland geltend machen.
  • Sie benötigen dazu einen erfahrenen Rechtsbeistand vor Ort, der weitere erhebliche Kosten verursacht.
  • Bis Ihre Erstattungsansprüche befriedigt werden, vergehen meist 2 bis 3 Jahre oder mehr.

Wenn Sie nicht selbst Geschädigter sind:

  • Der abschleppende Reeder hat ein Pfandrecht an Schiff und Waren, da alle am Seetransport Beteiligten haften. Er behält Ihr unbeschädigtes Wohnmobil  so lange ein, bis Sie als Eigentümer Ihren Kostenanteil an der „Havarie grosse“ zahlen, in der Regel durch eine sofort fällige Abschlagszahlung auf die später ermittelte Gesamtschadenshöhe.
  • Können Sie die Zahlung nicht leisten, wird das Wohnmobil meistbietend versteigert.

Mit einer Transportversicherung kein Problem
Besteht für den Ladungseigentümer eine Transport-Versicherung für die transportierten Güter, verpflichtet sich Ihr Versicherer per „Havarie grosse-Verpflichtungsschein“ (Average Guarantee) zur Zahlung dieser anteiligen „Havarie grosse“- Beiträge.
 

Und ohne Transportversicherung?
Haben Ladungseigentümer keine Transport-Versicherung abgeschlossen, müssen sie diese anteiligen Kosten nach einer „Havarie grosse“per Abschlag selbst zahlen, bevor sie die Waren erhalten. Dies gilt nicht nur für gewerbsmäßige Versender, sondern z.B. auch für den Urlauber: Er erhält sein Fahrzeug (PKW, Wohnmobil, Motorrad) erst nach Zahlung. Werden keine Zahlungen geleistet, werden die Güter meistbietend versteigert. Nach dem Schrecken auf See kommt dann auch der finanzielle Schrecken.

Und wie schütze ich mich richtig?

Transportrisiken bestehen gewerblich und Privat - und das nicht nur für beschädigte oder verlorene Waren, sondern auch dann, wenn Sie mithaften, ohne selbst geschädigt zu sein. Da auf Fähren oder Seeschiffen im Rahmen der privaten Kfz-Kaskoversicherung bei vielen Versicherern kein Versicherungsschutz besteht, könnten Sie ihr komplettes Fahrzeug und ggf. auch den Inhalt im Rahmen einer Transportversicherung versichern. Da im Regelfall  gebrauchte Fahrzeuge versichert werden, wäre der Versicherungsschutz eingeschränkt. Das heißt, dass die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) nicht in der "vollen Deckung", sondern in der "eingeschränkten Deckung" gelten. Den Einbruchdiebstahl-Schaden ins Fahrzeug auf einer Autofähre z.B. oder der einfache Diebstahl von Fahrzeugteilen wäre nicht versichert. Havarie-Grosse Kosten bzw. den Beitrag zur Großen Haverei ersetzen wir (lt. AVB Nr. 2.3.1.1).

Wie komme ich zu meinem Angebot bzw. zu meinem Versicherungsschutz?

Zunächst möchten Sie natürlich wissen, was der Versicherungsschutz für Ihre geplante Reise kostet. Gehen Sie dazu bitte wie folgt vor:

  1. Laden Sie den “Antrag auf Einzel-Transportversicherung” (pdf) herunter, füllen Sie ihn vollständig aus und senden Sie ihn per Post, Fax oder eMail an mich zurück. Ich nutze das Formular nur als Angebotsanfrage und leite dieses nicht als Antrag an die SIGNAL IDUNA weiter. Wenn Sie es möchten, können Sie das Wort “Antrag” auch durchstreichen und “Angebotsanfrage” darüber schreiben.
  2. Auf Grundlage der von Ihnen im Formular gemachten Angaben hole ich Ihren persönlichen Versicherungsvorschlag ein und leite diesen nach Eingang unverzüglich an Sie weiter.
  3. Sie entscheiden, ob Sie das Angebot annehmen oder nicht. Bei Annahme übersende ich Ihnen den vorbereiteten Antrag mit Beratungsprotokoll und Rückumschlag per Post zur Gegenzeichnung und Rücksendung an mich.

Mit einer Transportversicherung zu attraktiven Konditionen sorgen Sie vor und schützen sich vor fast unkalkulierbaren Risiken. Lassen Sie sich von mir beraten.